Montag, 9. September 2019

Was wäre, wenn wir die Wiedervereinigung 10 Jahre aussetzen?

Im November jährt sich der 30.Jahrestag des Falls der Berliner Mauer.
Man wird Bilanz ziehen: Über 2000 Milliarden Euro in den Osten geflossen, Vollbeschäftigung fast erreicht. In allen Städten Häuser renoviert, Straßen ausgebaut, Glasfasernetz eingeführt, hohe Renten geschenkt, Sozialsystem ausgebaut...und zum Dank wählt nun ein Viertel die AfD. Immerhin nur ein Viertel, was ja auch bedeutet, dass Dreiviertel nicht so blauäugig waren, den "Blauen" ihre Stimme zu geben.
Trotzdem: ich kann es kaum glauben.
Im ZDF ergab eine Umfrage, dass über die Hälfte der Sachsen und Brandenburger der Aussage zustimmten, sie würden wie Bürger zweiter Klasse behandelt. Nun, wer ständig jammert und nach dem Staat ruft, der macht sich doch selbst zum Bürger zweiter Klasse.
In den Umfragen sagen die meisten Bürger "Mir persönlich geht es gut" - aber beklagen die allgemeine Situation. Das macht einen ratlos.
Was kann man dagegen tun?
Ich hätte da einen Vorschlag. Wie wäre es, wenn wir die Wiedervereinigung einmal für 10 Jahre aussetzen und die AfD im Osten regieren lassen. Einfach mal ein großes Experiment. Der Ost-Exit sozusagen, man bietet den neuen Bundesländern einen Deal an - und entlässt sie aus der Bundesrepublik Deutschland. Der Westen stellt vorübergehend seine Zahlungen ein, die Bundesländer des Ostens schließen sich zusammen und rufen die "Alternative Demokratischen Republik" (ADR) aus. Die regierenden Ministerpräsidenten beschließen Neuwahlen für die ganze ADR.

Die AfD gewinnt erwartungsgemäß die Wahlen und stellt die Regierung. Es gruselt mir ein wenig, wenn ich mir das vorstelle:
Alexander Gauland wird Staatsratsvorsitzender, Björn Höcke Innenminister, Alice Weidel Bildungs- und Propagandaministerin, Andreas Kalbitz Chef des Geheimdienstes und Herr Meuthen Wirtschafts- und Finanzministerminister, Beate von Storch übernimmt das Justizministerium.

Als erste Sofortmaßnahme und zugleich Arbeitsbeschaffungsprogramm wird rund um das Land ein 5 Meter hoher moderner Grenzzaun gebaut.

Da der Islam nicht zur ADR gehört, werden alle Moscheen geschlossen. Es werden alle Asylbewerber neu erfasst und in einem Lager konzentriert. Andreas Kalbitz wird beauftragt, die konsequente Abschiebung zu organisieren, egal wohin, Hauptsache weg. Die Blaupause für die Mauer liefert Donald Trump, der die neue Regierung als "great for Germany" lobt.
Als zweite Maßnahme tritt die ADR programmgemäß aus der Eurozone aus und führt die ADR-Mark anstelle des Euro ein. Jeder ADR-Bürger muss seine ersparten Euros gegen Reichsmark im Verhältnis 1:1 tauschen. Weil die Einnahmen aus dem Westen ausfallen, wird von Steuersenkungen erst einmal abgesehen und eine erste umfangreiche ADR-Anleihe auf ADR-Mark lautend aufgenommen, um den Start in die Unabhängigkeit zu finanzieren.
Nach einem Jahr versammeln sich die ersten Bürger in Leipzig zu einem Schweigemarsch. Sie fordern die Rücknahme der Entwiedervereinigung und skandieren: "Wir sind ein Volk".



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