Freitag, 4. Mai 2018

Macht die Rentner der Zukunft zu Millionären!

Nun gibt es mal wieder eine Rentenkommission. Sie soll bis März 2020 ein Rentenkonzept für die Zukunft entwickeln. Bekanntlich steigt die Zahl der Rentner im Verhältnis zur arbeitenden Bevölkerung ab 2020 zwanzig Jahre lang dramatisch.

Der Spiegel (online) meint nun, es gebe eigentlich nur folgende Stellschrauben:
  • den Beitragssatz, um die Einnahmen innerhalb des Systems zu erhöhen,
  • das Rentenniveau, um die Ausgaben innerhalb des Systems zu senken,
  • das Eintrittsalter, um den Altenquotienten zu senken und
  • die Höhe des Steuerzuschusses, um die Einnahmen außerhalb des Systems zu erhöhen.
Falsch! Alle vier Punkte bewegen sich im Rahmen des jetzigen Systems und lösen das Problem nicht. Beitragserhöhungen belasten die Wirtschaft und nehmen den ohnehin durch Steuern und Sozialabgaben hochbelastetenVerdienern die letzte Motivation. Die Rente zu senken, führt zu mehr Altersarmut.  Die Erhöhung des Eintrittsalters bringt viele Menschen um ihre geleisteten Beiträge. Wer immer körperlich gearbeitet hat, kann meist nicht so lange warten und meldet sich dann bis zur Rente arbeitslos. Und die Erhöhung des Steuerzuschusses belastet wiederum Wirtschaft und private Steuerzahler. 
Alle vier Punkte zeichnen sich dadurch aus, dass die junge Generation zugunsten der Alten übermäßig belastet wird. Im derzeitigen System wird nichts angespart, stattdessen wandern die Beitragseinnahmen ziemlich direkt an die aktuellen Rentenempfänger. Das sind riesige Beträge praktisch ohne Rendite. Kein Wunder, dass so die Rente gegen die Wand fahren muss!
Was also tun?
Die Lösung kann nur heißen: Aufbau eines Staatsfonds, der weltweit in Aktien investiert. Alle Statistiken der letzten 100 Jahre belegen, dass Aktien jährliche Renditen von sechs bis acht Prozent bringen, wenn man das Geld über 30 Jahre investiert. Selbst Kriege und diverse Börsenabstürze sind in dieser Rendite enthalten.
Die Rentenkommission sollte sich auf drei Monate Arbeit beschränken können, wenn sie sich einfach das Modell Schweden ansieht. Sie könnte in kurzer Zeit ein ähnliches Modell entwickeln, das - beginnend mit den Beiträgen der jüngeren Generation - systematisch einen Staatsfonds aufbaut, der am Ende der nächsten 20 Jahre von allen Rentenbeitragszahlungen gespeist wird. Daneben könnten auch beaufsichtigte private Fonds zugelassen werden, die alternativ wählbar sind. Man könnte mit einem Teil des Rentenbeitrags beginnen - in Schweden sind es 2,5% des Einkommens - und diesen Teil nach und nach immer weiter erhöhen. Berechnungen zeigen irrsinnige Unterschiede zwischen der Auszahlung einer klassischen deutschen Rente nach 40 Jahren Einzahlung und der Auszahlung eines Aktiendepots, das mit den gleichen Beträgen in vierzig Jahren aufgebaut wird.

Wir könnten mit diesem Modell Rentnern zu Millionären machen statt Altersarmut zum Regelfall zu machen.

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