Freitag, 16. Januar 2015

Wie eine deutsche Industrieperle herunterspekuliert wird - ein "Leer"- Stück.

Kapitalismus pur mal an einem praktischen Beispiel vorgeführt:

Die Heidelberger Druckmaschinen AG gehört trotz eine schweren Strukturkrise zu den deutschen Industrieperlen. Der Kurs fällt  seit Mitte letzten Jahres von 2,75 Euro immer weiter, zuletzt auf 1,94 Euro. Und dies obwohl das Maschinenbau-Unternehmen bei seiner Sanierung wohl gut voran kommt, siehe hier
Den Grund habe ich heute bei "Aktiencheck" gesehen: Leerverkäufe von Hedgefonds, die den Kurs nach unten treiben - ein schönes "Leer"-Stück.
  • 2,28% Valinor Management, LLC (14.08.2014)
  • 1,33% Altair Investment Management Limited (12.02.2014)
  • 0,60% Highbridge Capital Management, LLC (19.02.2013)
  • 0,57% Oxford Asset Management (18.08.2014)
  • 0,56% Lazard Asset Management LLC (21.08.2014)
  • 0,50% JPMorgan Asset Management (UK) Ltd (08.01.2015)
  • 0,50% UBS O'Connor Limited (14.01.2015)
Insgesamt halten die Leerverkäufer der großen Hedgefonds laut Aktiencheck derzeit Netto-Leerverkaufspositionen in Höhe von 5,34% der Aktien der Heidelberger Druckmaschinen AG. Wenn das Spiel noch eine Weile weitergeht, kann irgendein Wettbewerber demnächst dieses Unternehmen billig einkaufen - mit US Dollars sogar noch billiger, weil der Euro gefallen ist. Kein Wunder, dass das Verbot von Leerverkäufen immer wieder thematisiert wird.
Das sieht mir schon sehr nach einem abgekarteten Spiel aus...
Was tun? Als Vorstand bleibt nur, sich Verbündete zu suchen, die stark genug sind, die Leerverkäufe ins Leere laufen zu lassen.

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