Samstag, 17. Januar 2015

Schwarzmalerei, die mir auf den Geist geht

Irgendwie geht mir die  allgemeine Schwarzmalerei auf den Geist.
Wie ist denn die tatsächliche Lage in Deutschland? Die Arbeitslosigkeit liegt mit 2,76 Millionen (6.7%) auf dem niedrigsten Stand seit vielen Jahren. Die Inflationsrate betrug 2014 nur noch 0,9%. Erstmals seit der Wiedervereinigung musste Deutschland keine neuen Schulden aufnehmen. Die Wirtschaft wächst stärker als erwartet mit 1,5%, die deutsche Industrie ist weltweit unglaublich erfolgreich. Die Zinsen sind so niedrig wie nie und entlasten private und öffentliche Schuldner.
Und das alles trotz hoher Steuerbelastung, über 800 Milliarden Sozialausgaben, Bürokratie und "weichem Euro". Je besser es uns geht, desto schwärzer wird die Zukunft gemalt, denn wir Deutschen sind ja eine "Sorgengemeinschaft", so der Philosoph Peter Sloterdijk.
Zukunft muss man gestalten und nicht permanent fürchten. Auch der offenbar bevorstehende Kauf von Anleihen durch die EZB wird keine Katastrophe bringen, sondern Aktienkurse beflügeln, so wie am gestrigen Freitag. Wunderbar!  Und auch eine Pleite Griechenlands wird uns nicht umhauen, Die vielen schlechten Prognosen sind an der Börse längst eingepreist, 2015 wird deshalb vor allem positive Überraschungen bringen.
Leute, lasst die Kirche im Dorf und macht mal ein paar konstruktive Gestaltungsvorschläge für Deutschlands und Europas Zukunft statt gebetsmühlenartig einmal am Tag vor Inflation, Geldvernichtung, Banken- und Staatspleiten zu warnen.
Wir brauchen Programme gegen 50 Prozent Jugendarbeitslosigkeit in Spanien statt destabilisierende Austerity-Diktate für unsere Nachbarn. Es geht uns so gut, dass wir uns um unsere Nachbarn kümmern können und müssen. Aber nicht als Oberlehrer, sondern als Freund und Helfer.

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