Donnerstag, 13. November 2014

Zur Lage der Wirtschaftspresse


Im "Kontakter" (hier kann man drei Ausgaben bestellen) gibt es derzeit eine dreiteilige Serie zur Lage der Wirtschaftspresse. Der erste Teil erschien heute. Unter anderem werde ich wie folgt korrekt zitiert:

Ralf-Dieter Brunowsky, langjähriger Capital-Chefredakteur und heutiger Kommunikationsberater, geht mit seinen Forderungen sogar noch weiter. Er will, dass die Wirtschaftsmedien ihr Alleinstellungsmerkmal überprüfen. „Weiß die Wirtschaftswoche, was ihr USP ist und warum sie gekauft oder nicht gekauft wird? Ich bin mir nicht sicher. Capital hat seinen USP gewechselt: Von Capital zum Lifestyle. Handelsblatt: Ich sehe keinen USP, nurdiverse gute Geschichten. Warum einen USP ermitteln? Weil der Unique Selling Point die Kunden identifiziert.“ Zudem plädiert Brunowsky dafür, dass die Titel ihre Geldressorts „durchschütteln“ und auf ein „erheblich höheres Niveau“ schrauben. „Die modernen Anleger sind die 400 000 Trader in Deutschland. Sie beziehen ihre Informationen zu über 90 Prozent aus dem Internet, weil das, was sie in den Geldressorts lesen, meist banal und verbraucherübergeschützt ist“, beklagt Brunowsky. Aber auch mehr Unterhaltungswert fordert der Wirtschaftsexperte von den Blattmachern. „Wo darf man in der Wirtschaftspresse mal schmunzeln wie im Economist?“ Der Einzige, der zur Zeit diese Kompetenz habe, sei Klaus Boldt, der Chefredakteur von Bilanz.

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