Dienstag, 29. Juli 2014

Wie soll man sein Geld jetzt anlegen?

Heute habe ich einmal meine Gedanken zum Thema Geldanlage in der "Huffington Post" zusammengefasst:

"In unserem Verein haben wir vor einigen Tagen diskutiert, wie wir das Vereinsvermögen von etwa 200.000 Euro anlegen sollen. Zum einen ist eine Reserve für Reparaturen und Investitionen im Vereinsheim notwendig. Zum anderen stören uns die extrem niedrigen Zinsen für Tages- oder Festgeld. Und schließlich soll das angelegte Geld nicht zu hohen Risiken ausgesetzt sein.
Kriterien, die eigentlich jeder unterschreiben dürfte, wenn z.B. Lebensversicherungen ausgezahlt oder Erbschaften angetreten werden und sich die ganz konkrete Frage stellt: Was mache ich damit?
Bundesanleihen verzinsen sich mit weniger als 0,3 Prozent Rendite, weniger als die Inflation. Wenn die Zinsen steigen, fallen die Anleihekurse, auch riskant. Das Sparbuch bringt genauso wenig. Immobilien sind oft schon zu teuer.

Aktien sind so stark gestiegen, dass mancher sich nicht traut, jetzt noch einzusteigen. Manche fürchten ein Deflation, bei der das Bargeld unterm Sofa sogar im Wert zunehmen würde. Gold bringt keine Zinsen.

Von Lebensversicherungen raten viele ab, weil diese ihr Geld größtenteils in Anleihen anlegen müssen, die Steuervorteile weggefallen sind und die garantierten Zinsen auf niedrigstem Niveau sind.

Was also tun?

Die richtige Strategie hängt stark von den persönlichen Zielen ab. Beantworten Sie sich zunächst einmal die fünf folgenden Fragen, bevor Sie sich von Profis beraten lassen:

1.) Wie viel Geld will ich anlegen?
2.) Wie langfristig kann ich das Geld anlegen? Drei, fünf, zehn oder 20 Jahre?
3.) Wie liquide muss die Anlage sein, wenn ich das Geld mal plötzlich brauche und was ist meine eiserne Reserve?
4.) Risiko: Kann ich mir zwischenzeitliche (!) Verluste leisten, und wenn ja wie viel?
5.) Rendite: Welche durchschnittliche jährliche Rendite will ich erreichen?

Wenn Sie vor allem Ihre Altersvorsorge im Blick haben und langfristig anlegen können, am besten 20 Jahre, dann können Sie sich einen hohen Aktienanteil leisten. Aktien brachten in den letzten 20 Jahren trotz mehrerer Börsenabstürze jedes Jahr 6 bis 8 Prozent inklusive Dividenden.

Auch der Kauf einer Immobilie macht langfristig Sinn, wenn es sich um eine begehrte Lage und einen günstigen Kaufpreis handelt, zumal die Finanzierungskosten extrem niedrig sind. Im Alter schuldenfrei zu wohnen oder durch gute Vermietung zusätzliche Einnahmen zu generieren ist mit Sicherheit kein Fehler.

Aber wie gesagt: Lage ist extrem wichtig, und der Kaufpreis muss stimmen.
Von Anleihen würde ich derzeit eher abraten. Irgendwann steigen die Zinsen und dann sinken die Kurse der Anleihen, die Sie bis dahin gekauft haben.

Bei Gold bin ich eher skeptisch, aber als Absicherung mögen zehn Prozent nicht falsch sein.
Ich würde 30 Prozent meines Geldes in einem eigenen Depot selbst anlegen, zum Beispiel beim soliden Broker der Sparkassen S Broker (www.sbroker.de). Es macht Spass, die Aktienkurse  zu verfolgen und jeden Monat einige Kaufgelegenheiten zu nutzen. So bekommen Sie ein Gefühl für die Börse und können Schritt für Schritt ihr Wissen und ihr Depot ausbauen.

Der andere  verfügbare Teil sollte eher professionell verwaltet werden. Wenn Sie sich die oben gestellten fünf Fragen beantworten, sollten Sie sich bei Beträgen ab 100.000 Euro an einen professionellen Vermögensverwalter wenden, der ein größeres Research-Team hat, Erfolge in der Vergangenheit belegen kann, transparent arbeitet und keine zu hohen Gebühren verlangt.

Zu dieser Gruppe gehört beispielsweise Grüner-Fisher Investments (www.gruener-fisher.de), eine stark wachsende deutsche Vermögensverwaltung, an der der amerikanische Milliardär, Forbes-Kolumnist und Bestsellerautor Ken Fisher beteiligt ist.  Fisher verwaltet in den USA etwa 50 Mrd. US-Dollar für seine ca. 25.000 Kunden und hat ein Research-Team von 100 Leuten unter seinen über 1000 Mitarbeitern. Da steckt eine Menge Know How drin.

Eine weitere Alternative für Langfristanleger sind vernünftige Fondssparpläne, in die man auch größere Beträge einzahlen kann, vor allem aber monatlich anspart. Hier muss man besonders auf die Gebühren achten. Ein neuer Online-Anbieter mit sehr niedrigen Gebühren ist www.fairr.de  Hier kann man die Vorteile der Riester-Förderung nutzen und bei niedrigen Kosten die Expertise einer professionellen Vermögensverwaltung (Sutor Bank) nutzen. Gleichzeitig hat man die volle Transparenz über alle Depotbewegungen.

In jedem Fall gilt: Geldanlage darf man nicht schleifen lassen. Sonst schmilzt das Geld allzu schnell dahin und es droht Altersarmut. Wie sagt der Chef der Fidor Bank (www.fidor.de), Matthias Kröner: "Kümmere dich um dein Geld, sonst tun es andere".

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