Freitag, 7. März 2014

Wo führt uns die Ukraine-Krise hin?

Geschichte wiederholt sich nicht. Oder doch? Dass Hillary Clinton Putins Annektionsabenteuer  mit Hitlers "Schutzversprechen" für deutsche Minderheiten vergleicht, ist keineswegs abwegig. Niemand konnte sich vorstellen, dass sich so etwas wiederholt. Wir dachten, wir hätten aus der Geschichte gelernt. Die russische Besetzung der Krim wirkt gespenstisch in einer Zeit, in der sich kaum noch jemand einen Krieg vorstellen kann. Der Westen wirkt vollkommen hilflos. Die klassische diplomatische Schule der Deeskalation durch Gespräche verpufft, weil Putin mit Bauernschläue und Rechtsverdrehung auf nichts eingeht.  Militärischer Widerstand wird von vornherein ausgeschlossen. Sanktionen? Hier ein bisschen dort ein bisschen - man trifft sich ja selbst. Um Himmels willen: Deutschland ist einer der größten Außenhandelspartner Russlands, wir schneiden uns ja ins eigene Fleisch.  Putin hat sich unter anderem mit Hilfe Gerhard Schröders und Gazprom, dem Sponsor von Schalke 04,  Deutschland strategisch als Geisel aufgebaut. Jetzt probiert er aus, was passiert, wenn er sich Stück für Stück wieder zurück holt, was die Sowjetunion einst verloren hat. In Georgien und Abchasien hat er schon gelernt, dass nichts passiert. Was aber, wenn er als nächstes die Ost-Ukraine durch Annektion "schützt"? Und wie, wenn er anschließend die russische Minderheit in den baltischen Staaten schützen will? Wie weit also geht Putin?
In Wikipedia finden wir eine Aufstellung der Nato-Mitglieder:
Albanien AlbanienKanada KanadaSlowakei Slowakei
Belgien BelgienKroatien KroatienSlowenien Slowenien
Bulgarien BulgarienLettland LettlandSpanien Spanien
Dänemark DänemarkLitauen LitauenTschechien Tschechien
Deutschland DeutschlandLuxemburg LuxemburgTürkei Türkei
Estland EstlandNiederlande NiederlandeUngarn Ungarn
Frankreich FrankreichNorwegen NorwegenVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Griechenland GriechenlandPolen PolenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Island IslandPortugal Portugal
Italien ItalienRumänien Rumänien
Wir sehen, wie viele Länder sich seit dem Zerfall der Sowjetunion unter das schützende Dach der Nato begeben haben. Würde Russland es wagen, in einem dieser Länder, zum Beispiel Lettland, größere russische Minderheiten durch Besetzung zu "schützen"? Das wäre ein kriegerischer Akt, die NATO wäre zum Eingreifen verpflichtet - und das wäre schon viel zu spät. Zu solchen Entwicklungen darf es auf keinen Fall kommen, und der Westen muss den Falken im Kreml klar machen, dass es eine rote Linie gibt, die nicht allein mit Sanktionen beantwortet werden kann.


1 Kommentar:

  1. Wie soll sie dann geschützt werden durch militärische Intervention ? Ich plädiere da mehr führ die idee von Bill Browders aber da die russen, die diese Maßnahmen am härtesten treffen würden über sehr gute kontakte verfügen und somit einfluss auf die westlichen machthaber haben, wird es wohl nie dazu kommen. Lieber lassen sie die russische Bevölkerung darunter leiden während die oligarchen weiter in ruhe an der cote d'azur ihren Champagner schlürfen. http://m.welt.de/article.do?id=wirtschaft/article125648140/Innerhalb-von-zwei-Wochen-waere-Russland-am-Boden

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