Dienstag, 14. Mai 2013

Geldanlage 2013

ich habe seit einigen Monaten ein neues Hobby: Seit mir Gabor Steingart "Wikifolio" empfahl, ein Portal, an dem sich der Handelsblattverlag mit 30% beteiligt hat, bin ich wieder ganz heiß auf die Börse. Mich interessiert einfach die Demokratisierung der Geldanlage, die wir jetzt erleben. Bei Wikifolio kann man ohne Kosten ein Depot eröffnen, es testen, ohne dass die Community es sieht, es dann publizieren und schließlich mit eigener Wertpapiernummer investierbar machen.
Nun haben wir gerade eine gut laufende Börse, bei der man mit Aktien nicht viel falsch machen kann. Dass ich in drei Monaten mit meinem besten Depot 5,9 Prozent plus gemacht habe, nehme ich deshalb nicht wichtig. Aber ich finde es schon faszinierend, dass jetzt Leute meiner Anlagestrategie folgen und in sie investieren können.
Einer meiner Kunden ist die Fidor Bank in München, über die heute die FAZ ausführlich berichtete. Hier klicken. Ihr Chef Matthias Kröner fragt sich zum Beispiel, warum die klassischen Banken komplett das Paypal-Geschäft (weltweit 150 Millionen Kunden) verschlafen haben. Und warum keine Bank, auch nicht die Onlinebanken, sich von ihren Kunden im Internet bewerten lassen.
Wenn man sieht, was die Banken alles außer Paypal sonst noch verschlafen, dann muss man die Bankenkrise ganz neu definieren: Welch Bank bietet Schwarmfinanzierung? Bei welcher Bank können sich die Leute gegenseitig Geld leihen? Bei welcher Bank entwickeln die Kunden die Produkte mit?
Bei welcher Bank kann ich per Email oder SMS Geld überweisen?
Das alles sind umwerfende Perspektiven, die ich gespannt verfolge.

Kommentare:

  1. Ein wirklich sehr interessanter Artikel! Ich beschäftige mich auch gerade mit diesem Thema – hier vor allem mit herkömmlichen Geldanlagemöglichkeiten bzw. Sparformen. In Bezug auf die Geldanlage existiert eine immense Anzahl an möglichen Anlageprodukten. In der Regel wird jedoch oftmals auf die Grundprodukte – Sparbuch, Bausparen – vergessen. Gerade in solch turbulenten Zeiten wie wir uns derzeit befinden, gewinnen diese Produkte wieder mehr an Bedeutung. Im Bezug auf den Kapitalmarkt muss man feststellen, dass es die risikolose Rendite nicht gibt – nie gegeben hat – bei der aktuellen Zinslage, hier vor allem in Anleihenbereich,kann man von einem zinslosen Risiko sprechen. Die herkömmlichen Sparformen stellen deshalb aus meiner Sicht die wichtigsten Sparprodukte dar, die jedermann besitzen sollte – erst nachdem dies der Fall ist – kann / sollte in andere Asset-Klassen investiert werden!

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  2. Ich beschäftige mich gerade mit den Möglichkeiten von Aktieninvestments. Aktien stellen wahrscheinlich die beste und rentabelste Möglichkeit der langfristigen Geldanlage dar. Das wichtigste hierbei ist, dass man bevor man in diese Anlageklasse investiert, genau über deren Chancen und Risiken Bescheid weiß. Es gibt unterschiedliche Arten wie man hierbei in Aktien investieren kann. Je nach Risikotyp kann jeder unterschiedlich in den Aktienmarkt investieren. Grundsätzlich muss man hierbei jedoch die Absicht eines längeren Engagements mit sich bringen. Als Investor muss man sich im Klaren sein, dass ein Aktieninvestment Geduld und Zeit beansprucht. Sicherlich kann man auch kurzfristig in Aktien investieren – hierbei dienen diese jedoch nicht mehr zur Geldanlage sondern lediglich zur Spekulation. Obwohl die Aktienmärkte jetzt bereits über zehn Jahren seitwärts laufen bzw. gewisse Indizes ihre Höchststände nicht wieder erreicht haben oder sie diese nicht massiv überschreiten konnten, sind Aktien langfristig betrachtet noch immer die rentabelste Möglichkeit der Geldanlage. Vielleicht bieten gerade so Zeiten, die Zeiten in oder nach einer langen Seitwärtsbewegung, wieder große Chancen für zukünftige Aktieninvestments. Jedoch muss man sich hierbei im Klaren sein, dass man die Zukunft nie von der Vergangenheit ableiten kann.

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