Donnerstag, 30. Mai 2013

Der neue Intendant des WDR


Heute lese ich überraschendes im Kress Report: Der künftige Intendant des größten ARD-Senders WDR, Tom Buhro, outet sich vorab als besonders menschlicher Chef: "Ich will ein Intendant zum Anfassen sein", versprach der 54-Jährige in der Pressekonferenz des Rundfunkrats in Köln.
Ich finde das witzig.
Denn wer möchte Herrn Buhro wirklich anfassen? Und vom wem möchte der 54jährige angefasst werden? Braucht er täglich einen freundschaftlichen Klaps auf die Schulter? Möchte er viele Hände schütteln? Nein, er will "nach innen und außen Brücken bauen" und viel reisen. Aha. Und dabei dann ein Intendant zum Anfassen sein. 
Der Gebrauch von sprachlichen Bildern gelingt eben nicht immer. 
Viel Spaß also beim Anfassen und Brücken bauen, lieber Herr Buhro. Ich bin gespannt, wie Sie das in der Praxis umsetzen werden.
Dazu ein Tipp: Wenn Sie unsere Fernsehsteuern im größten ARD-Apparat mit 4000 Mitarbeitern und tausenden Pensionären verwalten, sollten Sie vor allem das Budget von 1 Milliarde Euro anfassen, das der WDR jährlich ausgibt.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen