Montag, 5. November 2012

Wetten dass und Markus Lanz

nachdem ich mir am Samstag einmal gezielt "Wetten dass" angesehen habe,und BILD am Sonntag den neuen Moderator Markus Lanz auch noch lobte, muss ich doch mal Wasser in  den Wein gießen. Kaum dass ich es schreiben wollte, lese ich im Kress-Report, dass Tom Hanks über die Sendung heftig gelästert hat: In den USA wäre  der Verantwortliche schon allein für die Überlänge von vier Stunden gefeuert worden. Recht so!
Dass sich die Hollywood-Legende eine Stadtmusikantenmütze aufsetzen  und den Moderator sackhüpfend um sich kreisend erleben musste, war einfach nur peinlich. Wie originell.  "Echtes Qualitätsfernsehen", lästerte Tom Hanks. Mit welchem Eindruck geht so ein Star nach Hause, der anfangs noch von seinen Erlebnissen in Eisenhüttenstadt erzählt hatte?
Dass die Quote so hoch war, lag einzig an den Wetten und Robby Williams, nicht an Lanz. Die Kameraführung war amateurhaft, zu wenige Großaufnahmen, zu viele Fernblicke auf das Sofa. Möglichst alle drauf und wenig zu sehen. Entspannter soll er diesmal gewesen sein, meint seine Frau? Das habe ich nicht bemerkt. Wie er auf seine Wettkandidaten einredete - am schlimmsten bei dem dreizehnjährigen Wettkandidaten - das war unsouverän. Man hatte den Eindruck, dass Lanz permanent Angst davor hatte, den Faden zu verlieren und den nächsten Witz zu vergessen. Die Gespräche mit den Stars waren langweilig, die Witzefade, Schlagfertigkeit sieht anders aus. Der für Cindy eingesprungene Atze Schröder war in den Minuten seines Auftritts dreimal besser als Markus Lanz. Das ZDF hat mit dieser "Wetten dass"- Sendung seinem verstaubten Image alle Ehre gemacht.

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