Dienstag, 13. November 2012

Frankfurter Rundschau, dapd, FTD, Prinz

Zum Jahresende scheinen deutsche Verlage aufräumen zu wollen. Die negativen Schlagzeilen der letzten Tage lassen nichts Gutes für die Print-Presse ahnen. FTD möglicherweise vor dem Aus. Frankfurter Rundschau und dapd melden Insolvenz an, Prinz soll eingestellt werden...Wenn sich solche Nachrichten häufen, dann löst das in den anderen Verlagen keineswegs Genugtuung aus, sondern die Frage: "Müssen wir nicht auch handeln?"
Es ist deshalb zu befürchten, dass noch weitere Wackelkandidaten zur Disposition stehen. In den USA gibt es Newsweek ab 2013 nur noch als Online-Angebot. Das Nachrichtenportal Huffington Post zeigt schon lange, das so etwas funktionieren kann. Umso dramatischer ist, dass ARD und ZDF mit ihren GEZ-finanzierten Online-Angeboten privaten Verlagen das Wasser abgraben. Dass die Verleger in Ihrem Kampf gegen die Öffentlich-Rechtlichen  hier bislang kaum Fortschritte erzielen, ist bedenklich.


Kommentare:

  1. Ich befürchte, auch wenn man von heute auf morgen den GEZ-Geldhahn zudrehen würde, würde aus einer FR keine HuffPo werden. Da gehört noch so viel mehr dazu, was in vielen großen Verlagen kaum jemand versteht…

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  2. Der Niedergang der Frankfurter Rundschau ist vor allem hausgemacht. Unklares Profil, ob die FR Stadt-, Regional- oder Überregional-Zeitung sein möchte.
    http://stockpress.de/2012/11/13/und-nun-frankfurter-rundschau/
    Da blieb zwischen SZ und taz verammt wenig Platz.

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  3. Ich sehe das auch so, dass die TAZ der FR letztlich das Wasser abgegraben hat.

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