Montag, 24. September 2012

Journalistenschicksal

Unter dem Kostendruck der Redaktionen leiden naturgemäß vor allem die Freien, für die sich niemand mehr einsetzen mag. 
Ein sehr kompetenter, auf Wissenschaftsthemen spezialisierter freier Journalist, ein überaus netter dazu, schrieb mir dazu heute:

"Ich schreibe mich so recht und schlecht durchs Leben. Nachdem mich die XXX Ende 2010 nicht mehr bezahlen wollte, bleibt mir keine andere Wahl. Ich arbeite für diverse Magazine wie YYY, XYZ  u.ä. Vor kurzem kam XX Online noch dazu. Ein kläglicher Rest des Journalismus, den ich mit Ihnen einmal begonnen habe. Aber irgendwie wird's schon weitergehen....
Ich träume immer noch von den schönen Geschichten, die sich schreiben lassen. Gerade ist mir eine schöne Zusammenarbeit geplatzt, weil sie merkten, dass die Geschichte, die auf einem Online-Dienst veröffentlicht worden ist, vor zweieinhalb Jahren schon mal in einem Magazin stand. Das war ein Magazin-Text, den sie für ein Honorar von 200 Euro quasi "geschenkt" bekommen haben. Nur weil die zuständige Redakteurin nicht fragte, ob der Text exklusiv sei. Das ist doch eine Frechheit."




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