Freitag, 10. August 2012

Steuer CDs - worum geht´s da eigentlich?

Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjahns, früherer Regierungssprecher von Johannes Rau und späterer Stadtkämmerer in Köln kauft weiterhin mit dem Geld des Steuerzahlers gestohlene Kundendaten. Er unterhöhlt damit bewusst das Abkommen des Bundes mit der Schweiz, das 2013 in Kraft treten soll. Dieses Abkommen - das übersehen viele - war für viele vermögende Geldanleger eine saftige Steuererhöhung: Das deutsch-schweizerische Abkommen sieht eine Quellensteuer von 25 Prozent auf alle Geldanlagen in der Schweiz vor.
Über die internationale Besteuerung von Geldanlagen liest man in der deutschen Wirtschaftspresse wenig: Wer sein Geld international  (legal!) anlegt, kalkuliert heutzutage etwa 5 bis 10 Prozent an abzuführenden Steuern. Dabei geht es nicht um irgendwelche Offshore-Anlagen oder gar Geldwäsche, sondern um die ganz normale Nutzung unterschiedlicher Steuergegebenheiten bei verschiedenen Formen des Investments in der Welt. Es geht also um weißes Geld!
Eigentlich ist die Schweiz schon lange kein Steuerparadies mehr. Wer dort immer noch sein Geld anlegt, ist aus Expertensicht ein Depp. Betroffen von diesen gestohlenen Steuer-CDs sind wohl eher Kleinunternehmer, Handwerker und Freiberufler.
Die eigentlichen "Reichen" gehören heute zu den Leuten, die streng auf Einhaltung der Steuer-Regeln achten und ihr Vermögen international und diversifiziert anlegen.
Borjahns arbeitete immer dort, wo das Geld fehlte, nur nicht in der Wirtschaft - abgesehen von einer kurzen Stippvisite nach seinem Studium bei Henkel. Seine Arbeitsstätten NRW und Köln sind besonders bekannt für hohe Verschuldung. Deshalb ist er wohl so einfallsreich. Er hat zum Beispiel die umstrittene Bettensteuer für Hotels und Pensionen initiiert.
In Wikipedia lese ich dazu:
"Heute haben zahlreiche Städte die auch im internationalen Raum übliche Besteuerung von Hotelübernachtungen eingeführt und von Gerichten bestätigt bekommen. Am 11. Juli 2012 wurde diese Steuer vom 9. Senat des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig für teilweise verfassungswidrig erklärt. Das Urteil kann nicht mehr angefochten werden."

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