Donnerstag, 30. August 2012

Dramatik bei Gruner + Jahr

Bernd Buchholz ist als Vorstand von Bertelsmann zurück getreten.  Und aus Bertelsmann-Kreisen verlautet, dass er auch als Vorstandsvorsitzender bald zurücktreten wird - trotz eines bis 2016 laufenden Vertrages - welch dramatische Entwicklung.
Ich sprach gestern mit dem Herausgeber des Platowbriefes Schirmacher auf seinem Forum "Family Offices". Schirmacher war zu meinen Capital-Zeiten mit dem Platowbrief  früher bei Bertelsmann. Er meinte: "Wo stand Gruner + Jahr zu Zeiten Gert Schulte-Hillens mit seinem damaligen Assistenten Matthias Döpfner und wo stand Axel Springer damals? Und wo steht Axel Springer mit seinem Vorstandsvorsitzenden Matthias Döpfner heute im Vergleich zu Gruner + Jahr?" Wohl wahr.
Die gute Nachricht ist: Gruner + Jahr ist sanierungsfähig. Wachstum im Ausland, Geschäftsideen rund um die Marken, massive digitale Investitionen können das Unternehmen wieder nach vorne bringen - aber nur, wenn Bertelsmann bereit ist, dem Nachfolger von Bernd Buchholz die notwendigen Investitionsmittel für einen Neuanfang zu geben. Im Fokus des Bertelsmann-Konzerns wird G+J aber  langfristig nicht mehr stehen. Wenn die Jahr-Familie  ihre Anteile gegen Bertelsmann-Anteile getauscht hat, dürfte der Verkauf an Finanzinvestoren anstehen. Die Einnahmen daraus wird Bertelsmann dort investieren, wo wirklich noch Wachstum in Aussicht steht - rund um die  internationale Vermarktung der Fernsehsender.




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