Donnerstag, 12. Juli 2012

Eindrücke aus Danzig

Die vergangenen drei Tage habe ich über die Schönheit des  Stadtkerns von  Danzig gestaunt. Danzig liegt etwa 500 km östlich von Berlin. Nach Königsberg sind es etwa ca. 170 km. Direktflug von Frankfurt mit LOT (180 €) zu einem hochmodernen kleinen Flughafen - ca. 30 Taximinuten von Danzig entfernt, Taxikosten rund 70 Zloty - ca. 18 Euro.  Vorsicht beim Geldwechsel: Die überall präsente Firma Kantor  zockt Touristen mit 20 Prozent Gebühr ab.  
Besser ist es, einen der Geldautomaten zu benutzen oder schon in Deutschland zu wechseln. Ansonsten kann man in allen Restaurants, Hotels und vielen Läden mit Kreditkarte zahlen. 
Übernachtet haben wir im neu eröffneten, ruhig gelegenen  4-Sterne Hotel Fahrenheit, nur etwa 300 Meter von der Altstadt entfernt, schönes Doppelzimmer  mit abstellbarer Klimaanlage ca. 150 Euro pro Nacht. Gegenüber direkt am Wasser steht des Hilton, wo wir von der Terrasse aus jeden Nachmittag den schönen Blick auf die Hafenanlagen genossen haben. Über die Uferpromenade an der Mottlau, die sich kurz vor der Mündung in die Ostsee mit der Weichsel vereint, gelangt man durch das Haupttor zur Langgasse - dem großen, langgestreckten Marktplatz zwischen zwei Stadttoren mit dem beeindruckenden Rathaus. Diese Altstadt mit den historisch renovierten Häusern ist eine Augenweide - egal in welchem der vielen Cafes und Restaurants man sitzt. Die Preise sind überall viel günstiger als in Deutschland. Auch Mietwagen kann man - laut Werbeplakaten -  bereits ab 35 Euro pro Tag am Flughafen mieten.
Ein opulentes Mittagessen inkl. Wein für zwei Personen kostet umgerechnet selten mehr als 30 Euro . Die polnische Küche könnte sich insbesondere bei Fischgerichten noch stark verbessern - das meiste wird frittiert angeboten, schade, denn Fisch gibt es hier reichlich. Was wir ausprobiert haben, hat uns nicht recht  geschmeckt, es war meist zu fettig.
Promenieren an der Mottlau
Die Langgasse mit dem Rathausturm

















Wir haben deshalb vorzugsweise bei einem Inder, bei einem Mexikaner und bei einem Italiener gegessen. Das beste Restaurant mit polnischer Küche ist wohl "Gdansk" - hier fanden wir keinen Platz. Reservierung ist empfehlenswert.
Der 90-minütige Standardausflug mit einem Schiff zur Westernplatte, hat uns enttäuscht. Man sieht am Ufer nichts weiter als endlose, veraltete Hafenanlagen und Werften. Von einst 17 000 Mitarbeitern arbeiten heute nur noch 3000 in der berühmten früheren Lenin-Werft, wo Lech Walesa die Streiks gegen das kommunistische Regime anführte.
Nicht zuletzt: Die Polen sind überaus freundlich und herzliche Gastgeber. Die meisten sprechen mehr oder weniger gut englisch. Wir haben uns bei unseren Nachbarn sehr wohl gefühlt.

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