Dienstag, 14. Februar 2012

Krankenkassen

In den vergangenen Jahren klagten die Krankenkassen oft über hohe Defizite. Wenn es darum ging, deshalb die Krankenkassenbeiträge zu erhöhen, wurde nicht lange gefackelt - trotz oder wegen staatlicher Zuschüsse. Jetzt gibt es Milliardenüberschüsse, die den Versicherten gehören, ihnen aber nicht zurück gegeben werden. Inzwischen sind die Beiträge der Krankenkassen auf 15,5 % des Bruttolohnes gleichgeschaltet, Wettbewerb gibt es praktisch nicht mehr. Schwachbrüstige Krankenkassen werden künstlich am Leben gehalten und über den Gesundheitsfonds subventioniert, in den  der Staat 16 Milliarden eingezahlt hat. Die hat er sich letztlich auf dem Kapitalmarkt geliehen.

Zusammen mit den im Gesundheitsfonds angesammelten Geldern, stehen jetzt den Krankenkassen voraussichtlich über 10 Milliarden Euro als Reserve zur Verfügung. Krankenkassen sollen keine Sparkassen sein, sagt Gesundheitsminister Bahr. Richtig. Vor allem sollen die Kassen mit ihren luxuriösen Bürobauten einmal ihre eigenen Kosten zurecht stutzen.
Manche Krankenkassen haben um 20 Prozent niedrigere Verwaltungskosten als der Durchschnitt.

Und das kennt inzwischen auch jeder: Wenn es mal darum geht, Behandlungskosten einzufordern, werden die Sachbearbeiter immer widerspenstiger.  Es wird Zeit, das jemand mal mit der Axt dazwischenhaut und dieses kranke System zurecht stutzt.
.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen