Montag, 23. Januar 2012

Monti´s phänomenaler Start

Es zeigt sich, dass die Wahl Monti´s als Nachfolger von Berlusconi eine vielversprechende Wahl war. Monti hat als einer der wenigen Regierungschefs hohe ökonomische Kompetenz. Er hat als Wettbewerbskommissar große Konzerne das Fürchten gelehrt. "Wachse, Italien" ist denn auch die beste Methode mit der  Krise fertig zu werden.  Nur Wachstum bringt höhere Steuereinnahmen und damit die Fähigkeit zurück, Schulden bezahlen zu können.
Wachstum, und das haben in Deutschland viele nicht begriffen, weil der FDP niemand mehr zuhört, Wachstum entsteht durch Wettbewerb. Dass jetzt italienische Taxifahrer, Apotheker und Freiberufler lamentieren zeigt, dass Monti mit seinen Liberalisierungsmaßnahmen den richtigen Nerv getroffen hat. Wachstum wird verhindert, wenn Preise und Monopole festgeschrieben werden.  Nur wenn Newcomern der Eintritt in den Markt nicht versperrt wird - etwa durch das Gift limitierter Konzessionen, entsteht Wettbewerb. (Da wäre in Deutschland übrigens noch einiges zu tun: Wieso muss ich eigentlich für ein 20 Jahre altes Taxi genau soviel zahlen wie für eine moderne geräumige Limousine?)
Es gibt in jeder Wirtschaft angestammt Pfründe (beispielsweise auch im Pressevertrieb), die Wettbewerb aushebeln.
Dass Monti jetzt 5000 Apotheker zusätzlich zulassen will, ist nur ein kleines Zahnrad, aber es zeigt die Richtung. Überdies handelt Monti mit seinen Planvorgaben (11 Prozent Wachstum und 12 Prozent höhere Löhne) außerordentlich klug. Es ist, als ob die Soziale Marktwirtschaft wieder aufersteht, ausgerechnet in Italien. Ich drücke Monti alle Daumen, er wird es schaffen!

1 Kommentar:

  1. Ich drücke sie ihm ebenfalls. Italien ist momentan richtig zu beneiden.
    Die Partei FDP ist durch Westerwelle als Außenminister erschlagen worden und Rösler hat ihr den letzten Todesstoß versetzt. Schade!

    M.W.

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