Dienstag, 24. Januar 2012

Herr Klusmann, retten Sie Capital

Nach meiner Kritik an Capital scheint der Chefredakteur von Capital, Steffen Klusmann sauer auf mich zu sein. Jedenfalls  beantwortet er meine Emails nicht mehr wie früher.
Ich hatte vor kurzem in diesem Blog den Niedergang von Capital bedauert.  Ich vermute, das ist der Grund. Die Vermengung der Redaktionen in Hamburg (FTD, Capital, Impulse, Börse Online) halte ich nach wie vor für einen  zentralen Fehler, der vor allem Capital schadet.  Das Blatt hat immer noch einen guten Namen, jedoch einen horrenden Auflagenverlust von einst 330 000 auf jetzt 160 000 (davon 40 000 im Lesezirkel). Die Unternehmensgeschichten sind ganz ordentlich, aber der Geldteil hat kein Rückgrat mehr, die Inhalte sind austauschbar, sie könnten überall stehen. Man erinnert sich an keine Geschichte, wenn man das Heft durchgeblättert hat. Es fehlen die Highlights. Die Rückumstellung auf den Monatsrhythmus hat die Erlöse weiter gesenkt.

Lieber Herr Klusmann, retten Sie Capital, sorgen Sie für eine Abtrennung und die RÜCKKEHR ZUR EIGENEN IDENTITÄT. Überlassen Se FTD, Impulse und Börse Online anderen Chefredakteuren, konzentrieren Sie sich auf ein Revival dieser stolzen Marke. Sie sind ein guter Journalist.  Als Chefredakteur muss man noch etwas draufsetzen und strategisch denken. Es reicht nicht, wenn man so gerade überlebt.

Sie sollten im übrigen in der Öffentlichkeit präsenter sein. Wirtschaftsmedien brauchen publizistische Köpfe, die man wahrnimmt,  keine, die sich hinter ihrer Arbeit verstecken. Das ist übrigens auch wichtig fürs darbende Anzeigengeschäft.



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