Mittwoch, 30. November 2011

Zahlt hier irgendein Journalist gerne Steuern?

Ich wundere mich, dass die Medien durchweg Steuersenkungen kritisieren. Haushaltskonsolidierung hat Vorrang, und damit ist das Thema gleich beendet.
Wer heute 3000 Euro brutto im Monat verdient , und das ist kein schlechtes Einkommen, behält bei Steuerklasse I nach Abzug von Sozialabgaben und Steuern etwa 1830 Euro netto übrig. Von diesem Geld zahlt er noch Mehrwertsteuer mit jedem Einkauf plus Alkoholsteuer, Benzinsteuer, KFZ-Steuer, Hundesteuer, Versicherungssteuer, und mehr. Gibt der Mann 700 Euro für Miete aus, dann bleiben ihm 1130 Euro für Konsum und Sparen. davon dürften etwa 150 Euro Mehrwertsteuer (was für ein Name...) an den Staat gehen. Wenn er eine Schachtel pro Tag  raucht, gehen 150 Euro in die Luft. Verbleiben 830 Euro für Strom,. Lebensmittel, Handy und Benzin. Dann zahlt er noch Gebühren für jeden Gang zum Amt, beispielsweise für den neuen Personalausweis. Nichts ist kostenlos auf dem Amt - trotz aller bereits bezahlten Steuern. Dann zahlt er für Handy-Benutzung im Auto nochmal 40 Euro. Oder hier und dort immer wieder einen Strafzettel.
Dann kommt die GEZ und kassiert Gebühren fürs öffentlich-rechtliche Verschwendungsfernsehen. Der Staat - Bund-Länder und Kommunen und die ganzen öffentlich-rechtlichen Körperschaften - alle schröpfen sie den Bürger.
Das alles machen Journalisten brav mit und warnen davor, die Steuern zu senken statt Druck zu machen. Warum verlangt man von Griechenland, was man hier selbst nicht hinbekommt? Es gibt unendlich viele Beispiel für Verschwendung von Steuergeldern. Wieso muss die Polizei Stadien schützen? Warum bezahlen das nicht die reichen Bundesliga-Clubs selbst? Warum müssen wir staatliche Lottogesellschaften als goldenes Abstellgleis für Kommunalpolitiker unterhalten? Warum wird der Bergbau immer noch subventioniert? Warum schafft man überflüssige Behörden nicht ab?
 Wenn schon ein Verdiener von 3000 Euro brutto so viel an den Staat abzweigen muss - wo steuern wir eigentlich hin?
Und warum richtet sich die Wut der Bürger nicht gegen die Hunderte von Milliarden zur Rettung von Banken und Staaten, wenn gleichzeitig kein Geld für Schulen und Kindergärten da ist?
Es werden schon rein demografisch  immer weniger, die man schröpfen kann. Irgendwann machen die Bürger nicht mehr mit. In Deutschland sind allerdings keine Revolutionen zu erwarten. Weil, wie Lenin sagte: "In Deutschland sind Revolutionen verboten".

Kommentare:

  1. Endlich spricht mal ein kluger Mensch aus, was viele kluge Menschen denken. Es gibt heutzutage nicht einmal mehr die Möglichkeit durch eine Wahl etwas zu ändern. Monika Wenninger

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  2. Ein wenig platt gesprochen: Mit meinen Steuern wird meinem Sohn eine gute Schulbildung ermöglicht, werden Krankenhäuser gebaut und Autobahnen ausgebessert, ermöglicht eine Straßenbeleuchtung meiner Frau den nächtlichen Spaziergang. - Ein Staat hat Einnahmen und Ausgaben. Wenn die Ausgaben höher sind als die Einnahmen, muss er sich verschulden. Das wiederum geht nur, wenn die Einnahmen stabil oder steigend sind. Aussicht auf Konjunkturknick oder Rezession spricht aber für sinkende Steuereinnahmen. Wer die Steuern zusätzlich senkt, gefährdet auf lange Sicht die Finanzierung der Ausgaben und riskiert eine Staatsüberschuldung (siehe GR). -
    M. Mrowka

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  3. Ich bin ja nicht gegen Steuern generell. Klar braucht ein Staat Steuereinnahmen. Die Frage ist nur: Wieviel Steuern braucht unser Staat? Und sind alle Ausgaben und Subventionen wirklich notwendig? Die Vielzahl und die Höhe von Steuern und Gebühren erstickt auf Dauer die Wirtschaftsleistung - und führt so erst recht zu sinkenden Steuereinnahmen.
    Ralf-Dieter Brunowsky

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