Mittwoch, 21. September 2011

Wieviel Schulden kann sich ein Staat leisten?


Dazu schrieb der amerikanische Vermögensverwalter Ken Fisher kürzlich in Focus Money:

"Was S&P bei alledem übersieht, ist, dass sich die USA ihre Schulden leisten können. Ohne weiteres. Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt ist das gesamte Schuldenniveau zurzeit zwar höher als in der jüngsten Vergangenheit. Dabei ist der Unterschied nicht groß und die Zinsen sind niedrig. Die jährlichen Zinsen für die gesamte US-Staatsverschuldung betragen rund 2 % des Bruttoinlandsprodukts – weniger als zu irgendeinem Zeitpunkt in den Jahren 1979-2003. Wenn der US-Schuldenstand um 50 % steigen würde, kämen die Zinsen auf 3 % vom BIP – weniger als zu fast irgendeinem Zeitpunkt in den zwei Jahrzehnten von 1980-2000. Dieser Zeitraum stand auch im Zeichen von dynamischem Wirtschaftswachstum und zwei massiven Haussephasen an den Aktienmärkten. Würden die Zinssätze um ganze zwei Prozentpunkte steigen, müssten 4 % des BIP für den Schuldendienst aufgewendet werden. Das entspräche ungefähr dem Verhältnis in den Jahren 1985-1995, die nicht gerade von wirtschaftlicher Misere geprägt waren."

Es kommt also auf die Fähigkeit an, Schulden bezahlen zu können, alles andere ist unnötige Dramatisierung.

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