Freitag, 9. September 2011

Was wird aus der Solarindustrie?

Von der Solarwirtschaft kommen schlechte Nachrichten. Renommierte Unternehmen machen Verluste, manchen droht die Pleite.  Obwohl die Zahl der installierten Solaranlagen durch die Subventionierung der Stromeinspeisung ständig wächst, beträgt ihr Anteil am Stromverbrauch doch nur 2 Prozent. Insgesamt hat der deutsche Staat bereits über 80 Milliarden Euro in diese Industrie an Steuergeldern investiert. Der Witz daran ist, dass die Subventionierung der Endabnehmer nicht nur hier dazu geführt hat, dass der deutsche Markt für chinesische Unternehmen attraktiv wurde. Immer mehr chinesische Solardächer zieren deutsche Häuser. Und auch die deutsche Domäne des Baus von Solarzellen produzierenden Anlagen ist gebrochen, wie z.B. der kürzlich von Schweizern übernommene Anlagenbauer Roth & Rau feststellen musste.  Wird am Ende Deutschland nur noch der Abnehmer und nicht mehr der Produzent sein? Dem Klimaschutz wäre es jedenfalls egal. Und dafür mögen die Subventionen auch sinnvoll sein. Industriepolitisch könnte sich das ganze als Flop erweisen


Solarbranche in Deutschland  2010

Anzahl Solarunternehmen 2010rd. 15.000
davon Produzentenrd. 350
Anzahl der Beschäftigten 2010*rd. 150.000
Gesamtbestand Anlagen 2010
(Solarstrom u. Solarwärme)
> 2,3 Millionen
Einsparung des Klimagases CO2
im Jahr 2010 / 2050*
rd. 7,5 Mio. Tonnen / > 100 Mio. Tonnen
Photovotaik-Anteil am deutschen Stromverbrauch 2010 / 2050*2 Prozent / rd. 25 Prozent
Solarthermie-Anteil am deutschen Wärmeverbrauch
2010 / 2050*
< 1 Prozent / rd. 30 Prozent
Montageart (z.B. Dach, Fassade, ebenerdig)> 80 Prozent auf Dächern
*) Prognosen. Quelle. BUndesverband Solarwirtschaft 






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