Freitag, 2. September 2011

Piloten verlernen das Fliegen

Manchmal gibt es Nachrichten, die wirklich erschrecken. Wie der Spiegel berichtet, verlernen die Piloten das Fliegen, weil ihnen die Computer fast alles abnehmen. Laut einer umfangreichen Studie der amerikanischen Flugsicherheitsbehörde FAA hatten die Piloten bei mehr als 60 Prozent der untersuchten Flugunfälle Schwierigkeiten, das Flugzeug manuell zu steuern oder sie begingen Fehler bei der Bedienung der automatischen Flugkontrolle.


Das erinnert mich an meinen Freund Bela in Studentenzeiten. Er hatte sich nach dem Abitur bei der Lufthansa beworben und war als einziger durch alle Test gekommen. In der abschließenden psychologischen Befragung erklärte er dann, das Pilot zu sein sei ja im Grunde nicht viel mehr als ein Straßenbahnfahrer. Selbe Verantwortung, wenig eigene Möglichkeiten auf dem Schienennetz, usw. da möchte er doch lieber was anspruchsvolles studieren.
Nun, das war ziemlich unverschämt und letztlich hatte wohl das Testverfahren versagt.  Und wir wollen nicht vergessen, dass Fliegen rein statistisch immer noch das sicherste Verkehrsmittel ist.


Wahr ist, so sagen Piloten, dass man schon heute ein Passagierflugzeug ohne Piloten starten, fliegen und landen könnte - etwa wie Drohnen. Aber das wäre dann schon ein mulmiges Gefühl, wenn du in ein Flugzeug ohne Piloten einsteigst.  Manche gucken ja schon zweimal hin, wenn sie beim Einsteigen eine Frau am Steuerknüppel entdecken.


Kürzlich las ich, dass allein der europäische Flugzeugbauer EADS   über 1100 Flugzeuge im Jahr verkauft hat.  Na hoffentlich finden die noch genügend Piloten.
Und Wenn die Piloten das Fliegen verlernen, dann kann man nur hoffen, dass sie nicht auf manuellen Flug umschalten müssen. 

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