Mittwoch, 14. September 2011

Griechenland: Das Undenkbare denken

Na sieh mal einer an, es geht doch! Philipp Rösler macht sich bemerkbar. Er hat die richtigen Worte zum Thema Griechenland gefunden.  "Griechenland muss dafür sorgen, dass es wieder wettbewerbsfähig ist", so Rösler, und fordert "keine Denkverbote". Richtig, das Undenkbare darf jetzt gedacht werden, und damit kommen wir einer finalen L;ösung näher. Der Bösewicht ist nicht Deutschland, wenn Griechenland endlich den unumgänglichen Schuldenschnitt vollzieht und sich aus der Eurozone verabschiedet.

Wenn Frankreich seine Banken retten will, dann soll es das mit seinem eigenem Geld tun. Bei meinem kürzlichen Besuch in Zürich hörte ich aus Bankenkreisen, dass die reichen Griechen bereits mehrere hundert Milliarden Euro in die Schweiz in Sicherheit gebracht haben. Und ich wette, dass ein Großteil der griechischen Bürger Euros hortet.

Dass die Europäische Zentralbank nach den Aufkäufen griechischer Staatsanleihen bei einem Schuldenschnitt ebenfalls Geld verliert, ist zu verschmerzen. Es wird uns letztlich weniger kosten, als schlechten Geld immer mehr gutes Geld hinter herzuwerfen. Monsieur Trichet wird sich dann hoffentlich wieder auf seine Hauptaufgabe konzentrieren, die Sicherung der Währungsstabilität.
Nicht zu vergessen, dass wir an der Eurokrise prächtig verdient haben: Die Flucht der Anleger in niedrigstverzinsliche Bundesanleihen erspart uns nach jüngsten Berechnungen 20 Milliarden Euro Zinskosten.

Endlich hat die FDP ein Thema, das die Mehrheit der Bürger aus dem Bauch heraus wichtig, und die FDP-Position richtig findet. Hoffentlich fällt die FDP nicht wieder um. Wenn die CDU nicht aufpasst, wird ihr das wichtigste Thema des Bundestagswahlkampfes aus der Hand genommen.

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