Dienstag, 30. August 2011

Philipp Lahm und seine Buchpromotion

Ich werde das Buch "Der feine Unterschied" vom Kapitän unserer Fußball-Nationalmannschaft sicher nicht lesen. Nicht nur, weil ich nicht wissen will, "wie man heute Spitzenfußballer wird", auch nicht, weil ich es NICHT aufregend finde, dass Rudi Völler keine Spielsystematik hat und auch nicht, weil mich die Biografie eines 27jährigen nicht interessiert, zumal diejenigen, die es schon gelesen haben, von quälender Langeweile berichten. Und auch nicht, weil ich vermute, dass Philipp Lahm sich eines Ghostwriters bedient hat (dabei bin ich bin begeisterter Sportschau-Fan ).

Ich will einfach nicht mitspielen, bei diesem künstlichen Getöse, das die PR-Leute des Kunstmann-Verlages  ausgelöst haben, um aus einem Langweiler einen Bestseller zu machen. Das Rezept ist einfach und mich stört, dass sämtliche Medien das Spiel mitspielen: Man nehme ein paar kritische Absätze über Rudi Völler, frage Rudi Völler und ein paar andere Fußballgrößen, was sie dazu sagen.  Die schimpfen dann auf Lahm, ohne das Buch gelesen zu haben. Worauf Philipp Lahm sagt, man solle das Buch erst einmal lesen. Philipp Lahm darf dann weiterhin Mannschaftskapitän bleiben und das Buch steht ab nächsten Montag auf der Spiegel-Bestseller-Liste.

Da 60 Prozent aller Bücher verschenkt werden, geht es ohnehin nur darum, das Buch als Geschenk zu pushen, was mit der Aufnahme in die Spiegel-Bestsellerliste garantiert ist. Gelesen werden muss es dann nur von den Beschenkten...

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