Dienstag, 23. August 2011

Im Franken-Land

Gerade Mittagessen in Zürich: Ein Hot dog kostet 6,50 Franken, eine kleine Flasche Mineralwasser 4,50 Franken.
Zürich war nie wirklich billig. Die Aufwertung des Franken um über 30 Prozent in wenigen Monaten trifft die Schweizer, die den Euro und die EU ja ausdrücklich nicht wollten.
Importe werden zwar billiger, und alles was man an der deutschen Grenze kaufen kann, ist für die Eidgenossen jetzt attraktiv.
Doch Exporte sind jetzt sprunghaft teurer und der gewaltige Zahlungszufluss sieht nach einer Blase aus, die schnell wieder ins Gegenteil umschlagen kann. Wirtschaft braucht Stetigkeit, Volatilität macht die Investitions-Planung unberechenbar.

Interessant ist jedoch, dass dem Land Geld zufliesst, obwohl es schwerer geworden ist, Steuern zu hinterziehen und obwohl die Quellensteuer auf Zinserträge ausländischer Geldanlagen eingeführt wurde,

Das zeigt nicht nur, dass man dem Euro misstraut, sondern z.B. Auch , dass an den Finanzmärkten steuerlich weit mehr abgeschöpft werden könnte, als dies bisher der Fall ist. Vielleicht sollte die Regulierung internationaler Finanzmärkte genau hier ansetzen

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